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Bahnsperrung: Drei Landkreise machen gemeinsam Druck auf die Deutsche Bahn

28.10.2026 17:40
(Kommentare: 1)

Vertreter aus Politik und Gesundheitswesen bei der Pressekonferenz am Stendaler Hauptbahnhof zur Sanierung der Lehrter Bahn.

Personen von links nach rechts: Axel Kleefeldt, Patrick Puhlmann, Steve Kanitz, Roger Lewandowski und Prof. Dr. Michael Gross.

Foto: © Sabrina Lamcha

Die Landkreise Havelland, Stendal und Altmarkkreis Salzwedel wollen künftig gemeinsam für bessere Verkehrsverbindungen während der Sanierung der Lehrter Bahn kämpfen. Bei einer Pressekonferenz am Stendaler Hauptbahnhof kritisierten die drei Landräte die bisherigen Planungen und stellten gemeinsame Forderungen vor. Besonders wichtig ist dabei die schnellere Rückkehr des RE4.

Die seit dem 2. Oktober laufenden Bauarbeiten auf der Strecke zwischen Berlin-Spandau und Stendal beeinträchtigen den Bahnverkehr erheblich. Pendler müssen auf Ersatzbusse und längere Reisezeiten ausweichen. Probleme bereiten insbesondere unpassende Anschlüsse und die Abstimmung zwischen Bus- und Bahnverkehr.

Bei der Pressekonferenz machten die Landräte Patrick Puhlmann (Stendal), Roger Lewandowski (Havelland) und Steve Kanitz (Altmarkkreis Salzwedel) deutlich, dass die Verkehrsprobleme nicht an den Kreisgrenzen enden. Künftig wollen sie ihre Forderungen gemeinsam gegenüber der Deutschen Bahn vertreten.

RE4 ab Juli 2027 bis Nennhausen?

Havellands Landrat Roger Lewandowski kritisierte, dass die betroffenen Landkreise und Kommunen nicht frühzeitig genug in die Planungen einbezogen worden seien.

Immerhin gebe es inzwischen Bewegung: Die Bahn stellt laut Lewandowski in Aussicht, den RE4 ab Juli 2027 wieder bis Nennhausen fahren zu lassen. Für den Landrat wäre das allerdings nur ein erster Schritt. Er fordert eine frühere Wiederaufnahme des Zugverkehrs und eine Verlängerung über Nennhausen hinaus in Richtung Westen.

Auch ausreichende Parkmöglichkeiten an den Umsteigebahnhöfen Nauen und künftig Nennhausen seien notwendig.

Expressbus X4 soll auch 2027 fahren

Eine positive Nachricht gibt es beim Ersatzverkehr. Nach Angaben der Teilnehmer sollen die Expressbuslinien X1, X2 und X4 auch im Jahr 2027 erhalten bleiben.

Für Fahrgäste aus Rathenow ist besonders die Linie X4 über Rathenow nach Nauen von Bedeutung.

Fünf gemeinsame Forderungen

Die Landkreise verlangen unter anderem durchgehende Fernverkehrsverbindungen zwischen Stendal und Berlin über Wittenberge zu den Hauptverkehrszeiten, bessere Anschlüsse zwischen Stendal und Wittenberge sowie eine schnellere Wiederinbetriebnahme des RE4.

Außerdem fordern sie verbindliche Informationen über weitere Verbesserungen und ausreichend Parkplätze an wichtigen Umsteigebahnhöfen.

Wie stark die Einschränkungen die Region treffen, verdeutlichte auch ein Vertreter des Johanniter-Krankenhauses Stendal. Nach seinen Angaben sind etwa 20 bis 30 Prozent der Beschäftigten auf die Bahn angewiesen.

Die drei Landkreise wollen ihre Interessen künftig bei gemeinsamen Terminen vertreten. Ihr Ziel sind zuverlässigere Verbindungen, besser abgestimmte Ersatzangebote und konkrete Verbesserungen für die Fahrgäste.

Quelle: Pressemitteilung des Landkreises Stendal vom 28. Oktober 2026.

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Einen Kommentar schreiben

Kommentar von Kevin |

Toll, wie sich die Dorfpolitiker versuchen zu profilieren. Wetten, dass nichts bei rauskommt? Das Bahndesaster war im Juni - spätestens im Juli - absehbar und der Landrat wird zwei Wochen vorher aktiv. Die Umleitungen und Fahrpläne sind fertig, was soll die Bahn da genau machen?

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