Brandenburg verliert Einwohner – Havelland wächst dagegen weiter
Während die Bevölkerungszahl in Brandenburg weiter zurückgeht, gehört der Landkreis Havelland zu den wenigen Regionen mit einem Einwohnerzuwachs. Das zeigen die aktuellen Bevölkerungszahlen für Juli 2026.
Ende Juli lebten 2.544.025 Menschen in Brandenburg. Gegenüber dem Vormonat ging die Einwohnerzahl um 708 Personen zurück. Betroffen waren sowohl die deutsche Bevölkerung (–650) als auch die ausländische Bevölkerung (–58).
Havelland gehört zu den Gewinnern
Nur fünf Landkreise konnten im Juli einen Bevölkerungszuwachs verzeichnen. Den größten Anstieg gab es in Teltow-Fläming (+174), gefolgt vom Havelland mit 77 zusätzlichen Einwohnern. Auch Oberspreewald-Lausitz (+44), Potsdam-Mittelmark (+42) und Barnim (+20) legten zu.
In allen anderen Landkreisen und kreisfreien Städten sank die Einwohnerzahl. Den größten Rückgang verzeichnete die Landeshauptstadt Potsdam mit 145 Einwohnern weniger.
Mehr Sterbefälle als Geburten
Hauptursache für den Bevölkerungsrückgang bleibt die natürliche Bevölkerungsentwicklung. Im Juli wurden in Brandenburg 1.333 Kinder geboren, während 2.919 Menschen starben. Damit überstieg die Zahl der Sterbefälle die Geburten um 1.586.
In sämtlichen Landkreisen und kreisfreien Städten wurden mehr Sterbefälle als Geburten registriert.
Havelland profitiert von Zuzügen
Gleichzeitig zogen im Juli 7.401 Menschen nach Brandenburg, während 6.553 das Bundesland verließen. Daraus ergab sich ein Wanderungsgewinn von 848 Personen.
Besonders deutlich war der Zuzug aus Berlin: Brandenburg gewann durch Wanderungsbewegungen mit der Hauptstadt 1.185 Einwohner hinzu.
Innerhalb Brandenburgs erzielte das Havelland mit einem Wanderungsüberschuss von 120 Personen den höchsten Wert aller Landkreise. Dahinter folgte Oberspreewald-Lausitz mit 116.
Die Zahlen zeigen: Während Brandenburg insgesamt Einwohner verliert, bleibt das Havelland eine Region mit positiver Bevölkerungsentwicklung.
Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Bevölkerungsentwicklung Juli 2026.