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IHK Potsdam: Stimmung der Unternehmen in Westbrandenburg bricht deutlich ein

28.05.2026 08:30
(Kommentare: 1)

Potsdam/Westbrandenburg. Die Stimmung der Unternehmen im Kammerbezirk der IHK Potsdam hat sich zum Frühsommer deutlich verschlechtert. Der IHK-Konjunkturklimaindex sank um 16 Punkte auf 86. Damit folgt die regionale Wirtschaft dem negativen Bundestrend. Nach mehreren Jahren wirtschaftlicher Seitwärtsbewegung ist der Abwärtstrend aus Sicht der IHK nun klar erkennbar.

„Das ist kein Warnsignal mehr! Die Unternehmen in Westbrandenburg stehen mit dem Rücken zur Wand“, erklärt Dr. Christian Herzog, Hauptgeschäftsführer der IHK Potsdam. Als Hauptbelastungen nennt er explodierende Energiepreise, unsichere Rahmenbedingungen, hohe Arbeitskosten und Bürokratie. Viele dieser Probleme seien politisch hausgemacht und würden seit Jahren verschleppt. Herzog warnt vor einer „Deindustrialisierung auf Raten“.

Die aktuelle Geschäftslage wird von den Unternehmen deutlich schlechter bewertet als noch vor vier Monaten. Der Saldo der Geschäftslage sank von 14 auf 3 Punkte. Noch stärker fällt der Rückgang bei den Erwartungen aus: Der Saldo der Geschäftserwartungen liegt nun bei minus 28 Punkten. Damit blicken die Unternehmen so pessimistisch auf die kommenden Monate wie seit der Energiekrise im Jahr 2022 nicht mehr.

Besonders stark verändert hat sich die Einschätzung der wirtschaftlichen Risiken. Energie- und Rohstoffpreise werden wieder mit Abstand am häufigsten als Geschäftsrisiko genannt. 75 Prozent der Unternehmen sehen darin eine zentrale Belastung. Das entspricht einem Anstieg um 31 Prozentpunkte innerhalb von nur vier Monaten. Damit nähert sich die Risikowahrnehmung wieder den Werten aus dem Energiemangeljahr 2022.

Auch die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen bleiben für viele Betriebe ein wichtiger Unsicherheitsfaktor. Der Fachkräftemangel wird zwar seltener genannt als in früheren Befragungen, spielt für zahlreiche Unternehmen aber weiterhin eine Rolle.

Trotz der eingetrübten Lage bleiben die Beschäftigungserwartungen insgesamt stabil. Die meisten Unternehmen rechnen weiterhin mit einer gleichbleibenden Zahl an Beschäftigten. Der regionale Arbeitsmarkt zeigt sich damit zwar belastet, bislang aber vergleichsweise robust.

Deutlich vorsichtiger fallen hingegen die Umsatzerwartungen aus. Viele Unternehmen blicken zurückhaltender auf die kommenden Monate und rechnen zunehmend mit einer schwächeren Geschäftsentwicklung. Hohe Kosten, geopolitische Unsicherheiten und eine gedämpfte Nachfrage belasten die wirtschaftlichen Aussichten in Westbrandenburg.

Quelle: IHK Potsdam

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Kommentar von Rathenower |

Für diese Erkenntnis braucht man teure IHK Mitarbeiter?
Hätte ich ihnen völlig umsonst sagen können!

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