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Katja Poschmann: Blumenstrauß des Monats Juli geht an Julia Heuer aus Rhinow

19.07.2022 14:00
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Julia Heuer (Foto: privat)

Im Sommermonat Juli lacht mein Herz. Umso mehr als ich überrascht feststellte, wer im Juli den Blumenstrauß des Monats bekommen sollte.

Julia Heuer, meine ehemalige Kollegin, als ich noch bei Poschmann Design arbeitete. Schon damals mochte ich Julia und ihre warmherzige Art. Heute arbeitet sie bei der Firma Blume Anlagenbau in Rhinow und inzwischen auch teilweise in der Rhinower Grundschule.

Wie es dazu kam, fand ich sehr spannend. Julia brachte ihren Sohn zum Fußballtraining und sah unbekannte Gesichter am Spielplatzrand. Sie ging einfach hinüber, sagte hallo und war erst etwas unsicher, als sie feststellte, dass die Familie aus der Ukraine stammte. Denn sie selbst stammt als gebürtige Russin aus dem Land, welches das ihre angegriffen hatte. Ihre Sorge war unbegründet, wie sie erzählt. Die Freude der Familie war groß, als diese feststellte, dass Julia sich problemlos mit ihnen verständigen konnte. Da nahm alles seinen Lauf. Die Familie war mit dem Auto, fünf Kindern auf der Rückbank und einem Hund im März aus der Ukraine geflüchtet. Der 18-jährige wehrpflichtige Sohn durfte das Land nicht verlassen und musste bei der Oma bleiben, die nicht gehen mochte. Julia wollte helfen, so gut es geht. Innerhalb kürzester Zeit gelang es mit überwältigender Spendenbereitschaft vieler Menschen aus der Region, die Familie mit dem Nötigsten auszustatten. Doch dabei blieb es für Julia nicht: Sie begleitet die Familie bei Behördengängen und Arztbesuchen, um zu übersetzen, und das auch schon mal aus der Ferne per Anruf oder Videochat. Hier vor Ort zu sein, die Muttersprache der Geflüchteten zu sprechen und nicht zu helfen, das kam für sie nicht in Frage. Inzwischen gehört sie als "Tante Julia" schon zur Familie und arbeitet zusätzlich noch in der Grundschule und unterrichtet geflüchtete Kinder. Danke Julia für dein Engagement!

Ohne die Hilfsbereitschaft von Ehrenamtlichen und engagierten Bürgerinnen und Bürgern hätte die schnelle Aufnahme und Eingliederung der Geflüchteten in Schulen, Kitas und Gemeinden nicht bewältigt werden können bzw. kann sie nicht bewältigt werden. Julias Beispiel steht stellvertretend für sie alle. DANKE für Eure Unterstützung, Zeit und Herz.

Katja Poschmann

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