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Landkreis Havelland informiert: Rückbau nicht genehmigter Steganlagen bei Bützer

28.01.2026 15:42
(Kommentare: 6)

Der Landkreis Havelland hat Ende des vergangenen Jahres mit dem Rückbau von nicht genehmigten Steganlagen, Dalben sowie weiteren baulichen Anlagen im Bereich der Unteren Havel-Wasserstraße begonnen. Im Zuge der Maßnahme wurden zudem einzelne Bootsliegeplätze beräumt. Der Maßnahmenbereich erstreckte sich entlang der Unteren Havelwasserstraße im Bereich der Ortslage Bützer von Höhe Kilometer 94,6 bis in den Altarm „Die Kosel“. Dieser Gewässerabschnitt liegt innerhalb des Naturschutzgebietes „Untere Havel Süd“ und zugleich in einem Europäischen Vogelschutzgebiet, das insbesondere Zugvögeln als Rückzugs- und Brutraum dient.

Ziel der Maßnahme ist es, den ursprünglichen Schutzcharakter dieses besonders sensiblen Naturraums wiederherzustellen und rechtmäßige Zustände herzustellen. Der Landkreis Havelland handelt hierbei als zuständige Untere Wasserbehörde im Rahmen der geltenden wasser- und naturschutzrechtlichen Vorschriften. Die Umsetzung erfolgt auf Grundlage des § 87 Abs. 6 Brandenburgisches Wassergesetz.

Der Beigeordnete und Umweltdezernent des Landkreises Havelland, Michael Koch, betont: „Der Landkreis Havelland unterstützt und fördert einen umweltschonenden Tourismus ebenso wie den Wassersport. Beides setzt jedoch klare Regeln voraus, die dem Schutz unserer einzigartigen Naturlandschaft dienen und auch eingehalten werden müssen. Gerade die Havelgewässer sind ein wichtiger Erholungsraum für die Menschen im Havelland ebenso wie für unsere Gäste.“

Die vielfältige Naturlandschaft des Landkreises Havelland hat Anfang der 2000er Jahre zur Ausweisung mehrerer Schutzgebiete geführt. In den jeweiligen Schutzgebietsverordnungen sind zulässige Nutzungen sowie Verbote eindeutig geregelt. Für den nun beräumten Gewässerabschnitt im Bereich Bützer gelten unter anderem folgende Schutzkategorien: Naturschutzgebiet, Flora-Fauna-Habitat-Gebiet, Vogelschutzgebiet, Großschutzgebiet und Landschaftsschutzgebiet.

Diese Schutzgebiete bilden den verbindlichen Rahmen für eine nachhaltige wassertouristische Nutzung der Havelgewässer. Während an besonders sensiblen Standorten die Errichtung von Steganlagen grundsätzlich ausgeschlossen ist, können an anderen Stellen nach entsprechender Prüfung Gemeinschaftssteganlagen zugelassen werden. Maßgeblich ist dabei stets der geringstmögliche Eingriff in Natur und Landschaft.

Die im Zuge der Maßnahme sichergestellten Boote werden durch den Landkreis Havelland bis zum 01.08.2026 verwahrt. Betroffene Bootsbesitzerinnen und Bootsbesitzer sowie Anlagenbetreiberinnen und Anlagenbetreiber können bis zu diesem Zeitpunkt Eigentumsansprüche geltend machen. Hierzu sind geeignete Unterlagen vorzulegen, die sowohl das Eigentum als auch die Identität eindeutig nachweisen. Die Kontaktaufnahme ist telefonisch unter 03321 / 403-5432 oder per E-Mail an wasser@havelland.de möglich. Entsprechende Nachweise sind in jedem Fall beizufügen.

Quelle: Landkreis Havelland

 

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Kommentar von Bürger |

Das ist kein Pillepalle sondern auch eine Frage ,wer für Schäden durch diese Illegalen Steganlagen aufkommt. Wer zahlt , wenn jemand auf den Steg sich verletzt. Wir leben nicht mehr in der DDR wo man machen könnte was man wollte. Das ist eine Versicherungsfrage und ganz normal in einer Demokratie. AFD Wähler wissen das natürlich nicht. Für die Hausboote und das Problem mit den Seerosen ist Aufgabe der Wasserschutzpolizei und nicht Herr oder Frau Pillepalle ihre Aufgabe. Man kann schließlich auch ein Taschentuch verlieren. Nicht alles ist Absicht oder Mutwillig.

Kommentar von Matti |

Die Hausboote sind das größere Problem die zerstören die kompletten Seerosenbereiche und die boote die da teilweise schon 30-40 Jahre liegen müssen rausgenommen werden die meisten nich mal mit großen Motern oder garkeinen Motor.Einfach nur dämlich

Kommentar von Paul |

Der Landrat hat scheinbar ein besonderes Händchen und Gespür für die dringenden Probleme.... Lieber erst mal im eigenen Haus aufräumen, bevor man die Leute mit Pillepalle schikaniert.

Kommentar von Leon |

Alles für Naturschutz und Tierschutz und dem kleinen Mann wird jegliche Teilnahme an der Natur genommen. Anstatt das zusammen Leben ein ausgewogenes Gleichgewicht zu bieten, müssen die Menschen mit irrsinnigen Vorschriften und Verboten leben. Ein kleiner Bootssteg ist verheerend, aber Windräder in Naturschutzgebiete stellen und noch schlimmer dafür Wälder abholzen und alles für mehr Profit, das ist kein Naturschutz. Üble Machenschaften von Staat und EU, wie die ganze Politik!

Kommentar von Neuber |

Bis auf 2 kleine Steganlagen hatten alle Paddelkähne einen Pfahl am Ufer zum festmachen. Alle erholungssuchende Motorjachten die hier langkrachen freuen sich. Kein Opa mit seinen Enkeln mehr im Weg.... Ihr habt mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Gratulation

Kommentar von Anonym |

Tut etwas gegen die Massen an überdimensionierten Hausboote, welche jeder selbsternannte Skipper auf Grund laufen lassen darf. Ihr vertreibt die Ureinwohner und begrüßt die Kolonisten.

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