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Milliarden für Rechenzentren: Wäre Rathenow als Standort geeignet?

14.07.2026 16:43
(Kommentare: 3)

Brandenburg möchte sich zu einem bedeutenden Digitalstandort entwickeln. Milliardeninvestitionen in neue Rechenzentren sollen die Infrastruktur für Cloud-Dienste, Künstliche Intelligenz, Datenanalysen, Industrie und öffentliche Verwaltungen stärken.

Mit Projekten von Schwarz Digits, Amazon Web Services und weiteren Unternehmen hat das Land bereits namhafte Ansiedlungen gewonnen. Um Städte und Gemeinden auf solche Vorhaben vorzubereiten, hat die Wirtschaftsförderung Brandenburg im Auftrag des Wirtschaftsministeriums einen 93-seitigen Leitfaden für Kommunen veröffentlicht.

Der Leitfaden behandelt unter anderem die Auswahl geeigneter Flächen, Energieversorgung, Bauleitplanung, Glasfaseranbindung, Gewerbesteuern und die mögliche Nutzung der entstehenden Abwärme. Er macht zugleich deutlich: Ob ein Standort tatsächlich geeignet ist, muss immer technisch, wirtschaftlich und rechtlich im Einzelfall geprüft werden.

Rathenow24 fragte die KI: Könnte auch Rathenow profitieren?

Rathenow24 hat eine Künstliche Intelligenz gebeten, die Chancen Rathenows anhand des neuen Leitfadens unabhängig einzuschätzen.

Die Antwort der KI

Grundsätzlich könnte Rathenow für ein kleineres oder mittelgroßes Rechenzentrum infrage kommen. Für einen riesigen internationalen Hyperscale-Komplex fehlen derzeit jedoch öffentlich zugängliche Nachweise über ausreichend große Flächen, freie Stromkapazitäten und mehrfach abgesicherte Datenverbindungen.

Für Rathenow sprechen vergleichsweise günstige Gewerbeflächen, die Lage zwischen Berlin, Brandenburg an der Havel und Magdeburg sowie die Möglichkeit, die Abwärme eines Rechenzentrums für Gebäude, Unternehmen oder ein Wärmenetz zu nutzen.

Der Leitfaden weist darauf hin, dass Rechenzentren eine emissions- und verkehrsarme Alternative zu manchen anderen Gewerbeansiedlungen sein können. Auch lokale Bauunternehmen, IT-Dienstleister, Sicherheitsfirmen und andere Betriebe könnten von Aufträgen profitieren.

Strom wäre die entscheidende Frage

Das größte offene Thema ist die Energieversorgung. Rechenzentren benötigen eine hohe und dauerhaft gesicherte elektrische Leistung. Je nach Größe kann der Bedarf mehrere oder sogar zweistellige Megawattwerte erreichen.

Für einen möglichen Standort in Rathenow müsste der Netzbetreiber deshalb verbindlich klären:

▪ welche Leistung kurzfristig verfügbar ist
▪ welche Leistung langfristig bereitgestellt werden kann
▪ ob ein neuer Netzanschluss oder ein Umspannwerk erforderlich wäre
▪ ob eine zweite, unabhängige Stromversorgung möglich ist

Der Leitfaden warnt zudem davor, dass ein Rechenzentrum vorhandene Stromkapazitäten binden und dadurch andere Unternehmen oder künftige Ansiedlungen einschränken könnte.

Gewöhnliche Glasfaser reicht nicht aus

Auch ein normaler Glasfaseranschluss wäre für ein professionelles Rechenzentrum nicht ausreichend. Notwendig sind leistungsfähige und möglichst physisch getrennte Leitungswege.

Fällt eine Leitung aus, muss eine zweite Verbindung den Betrieb übernehmen können. Deshalb wäre zu prüfen, ob mögliche Rathenower Gewerbeflächen von mehreren Netzbetreibern unabhängig angebunden werden können.

Hohe Investitionen – aber nicht automatisch viele Arbeitsplätze

Ein Rechenzentrum kann erhebliche Investitionen auslösen. Daraus entstehen jedoch nicht automatisch Hunderte dauerhafte Arbeitsplätze.

Während der Bauphase könnten regionale Unternehmen deutlich profitieren. Im späteren Betrieb werden vor allem Fachkräfte für IT, Stromversorgung, Kühlung, Sicherheit und Gebäudetechnik benötigt.

Auch hohe Gewerbesteuereinnahmen sind nicht garantiert. Laut Leitfaden hängen sie stark von der Unternehmensstruktur, dem Standort des steuerpflichtigen Betriebs und der Profitabilität des Betreibers ab. In vielen Fällen fällt die Gewerbesteuer eher geringer aus, als Kommunen zunächst erwarten.

Abwärme könnte für Rathenow interessant sein

Rechenzentren erzeugen rund um die Uhr Wärme. Diese könnte theoretisch für Wohngebiete, öffentliche Gebäude, Unternehmen oder ein Fernwärmenetz genutzt werden.

Dafür müssten allerdings geeignete Wärmeabnehmer in erreichbarer Nähe vorhanden sein. Außerdem wären Leitungen, Wärmepumpen, langfristige Verträge und klare Regelungen zur Finanzierung nötig.

Die bloße Entstehung von Abwärme bedeutet daher noch nicht, dass sie automatisch wirtschaftlich genutzt werden kann.

Welche Größenordnung wäre realistisch?

Sehr großes Hyperscale-Rechenzentrum:
Für Rathenow derzeit eher unwahrscheinlich. Stromleistung, Grundstücksgröße und redundante Glasfaseranbindung sind nicht nachgewiesen.

Mittelgroßes regionales Rechenzentrum:
Grundsätzlich prüfenswert. Es könnte Unternehmen, Verwaltungen, Kliniken oder regionale Cloud-Anbieter versorgen.

Kleines Edge- oder Backup-Rechenzentrum:
Wahrscheinlich die realistischste Variante. Rathenow könnte dabei als räumlich getrennter Ausweichstandort für Einrichtungen in Berlin, Potsdam oder Brandenburg an der Havel dienen.

Was Rathenow zuerst prüfen müsste

Bevor die Stadt aktiv um ein solches Projekt wirbt, wären fünf Fragen zu beantworten:

▪ Wie viel elektrische Leistung steht an möglichen Standorten tatsächlich zur Verfügung?
▪ Gibt es mindestens zwei unabhängige Glasfasertrassen?
▪ Welche ausreichend großen und planungsrechtlich geeigneten Flächen sind vorhanden?
▪ Wer könnte die Abwärme dauerhaft nutzen?
▪ Welche Steuern, Aufträge und Arbeitsplätze würden wirklich in Rathenow bleiben?

Fazit

Rathenow ist nicht automatisch ein geeigneter Standort für ein großes Rechenzentrum. Das Thema sollte aber auch nicht vorschnell verworfen werden.

Ein kleineres, regionales oder mittelgroßes Rechenzentrum könnte durchaus eine Chance sein – vorausgesetzt, Stromversorgung, Datenanbindung, Flächen und Abwärmenutzung halten einer fachlichen Prüfung stand.

Die größten Vorteile lägen möglicherweise weniger in einer hohen Zahl neuer Arbeitsplätze, sondern im Ausbau der Infrastruktur, in Aufträgen für regionale Unternehmen und in einer sinnvollen Nutzung der entstehenden Wärme.

Hinweis: Die Einschätzung zur möglichen Eignung Rathenows wurde mithilfe Künstlicher Intelligenz auf Grundlage des neuen Leitfadens erstellt. Sie ersetzt keine technische Standortanalyse und keine verbindlichen Auskünfte der zuständigen Netz-, Telekommunikations- und Planungsstellen.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa des Landes Brandenburg / Wirtschaftsförderung Brandenburg

Leitfaden: Leitfaden für Kommunen zur Ansiedlung von Rechenzentren in Brandenburg

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Kommentar von Medicane |

Wenn in Rathenow ein KI Rechenzentrum gebaut wird gehe ich auf die Straße. Die Leute sind sich nicht bewusst, was KI für einen Schaden anrichtet. Nicht nur online im Internet, sondern auch im echten Leben.

Das Internet besteht mittlerweile aus einem Großteil aus KI content bzw. aus bots. Also nichts menschengemachtes mehr und keine Menschen mehr. Schon heute wissen wir nicht mehr, was echt ist und was nicht. News, Videos, Bilder, Texte, Artikel (wie diesen leider)... KI trainiert sich ja auch an sich selber mittlerweile weil sie nicht unterscheiden kann (oder es einfach nicht befohlen wird das zu tun) was von KI erstellt wurde und was nicht. Das führt zu Falschinformationen und dazu, dass Details ausgelassen werden, welche eigentlich sehr wichtig sind. KI begeht aktiv Diebstahl an echten Künstlern indem sie an ihr lernt und nachahmt. Meist demnach nichts originelles, was den echten Künstlern schadet. Die Leute werden dümmer weil sie all ihre Informationen und Neuigkeiten aus KI erhalten und nichts fact-checken. KI macht oft Fehler und fasst nur zusammen: KI ist keine Quelle! Sie haluziniert auch regelmäßig Informationen daher. KI Rechenzentren verbrauchen extrem viel Wasser und Strom und erzeugen darüber hinaus eine Höllen-Lautstärke. Das führt auch dazu, dass es zur Wasserknappheit kommt (welche wir ja sowieso schon haben). KI lässt schon seit langem die Einzelteile von technischen Geräten (PC's, Konsolen etc.) in die Luft steigen wegen den Rechenzentren. Zum Beispiel RAM. RAM ist mittlerweile exorbitant teuer und eine von ich meine drei großen RAM Produzenten hat den Verkauf an den Konsummarkt gestoppt. Die Umwelt bzw. das Klima leidet auch an KI: extra Generatoren für die Rechenzentren, Kühlung für die Rechenzentren (was auch zur genannten Wasserknappheit führt) und die dadurch ausgestoße Hitze sowie die ausgestoßenen Abgase (auch durch den Bau, die angehobene Produktion von benötigten Teilen, uvm.). KI nimmt auch immer mehr Leuten den Job weg. Programmierer (KI macht dort auch viele Fehler trotzdessen), Künstler, Autoren (Bücher sowie Artikel) uvm. Außerdem sind persönliche KI Chatbots auch teilweise gefährlich. Leute werden immer einsamer und wissen nicht mehr, wie man mit echten Leuten umgeht. KI ist ja auch von grundauf so programmiert, dass sie dir möglichst immer zustimmen soll. Das hat auch schon zu Su!z!den geführt.

Was heißt das? KI ist auf gut deutsch: Scheiße. Ein Rechenzentrum würde der Apokalypse des Toten Internets zu Gute kommen, die lokale Versorgung und Idylle zerstören, und es würde dem Klima schaden. Der Soziale Schaden ist extrem. Denkt zweimal darüber nach, ob ihr KI nutzt oder nicht doch euer Hirn.

Kommentar von Bernd Brot |

Industrie ansiedeln in Rathenow? Gewerbe ansiedeln in Rathenow?

Ich glaube die üblichen Verdächtigen werden es wieder zu verhindern wissen.

Das ist doch genau die Sache, die jedesmal funktioniert.

Kommentar von Rosenkohl |

Schön, dass man im Winter die Wärme nutzen kann. Aber was ist im Sommer? Viel Spaß beim Baden in der Havel, wenn da gekochte Fische schwimmen.

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