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Berlin & Brandenburg: Nahrungsmittelpreise kräftig gestiegen, aber drastisch gesunkene Preise für Mineralölprodukte schwächen Preisauftrieb weiter ab

29.04.2020 10:27
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Im April 2020 erhöhten sich die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat in Berlin um 0,9 Prozent und in Brandenburg um 1,2 Prozent. Damit schwächte sich der Preisauftrieb gegenüber dem Vorjahresmonat weiter ab, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit. Im März 2020 hatte die Veränderung gegenüber dem Vorjahr in beiden Ländern noch jeweils bei 1,4 Prozent gelegen. Gegenüber dem Vormonat März 2020 wurde in Berlin ein Preisanstieg um 0,3 Prozent und in Brandenburg um 0,6 Prozent ermittelt.

Kennzeichnend für die Preisentwicklung im April 2020 waren in beiden Ländern einerseits der zunehmende Preisverfall bei Mineralölprodukten und andererseits weiter kräftig gestiegene Nahrungsmittelpreise. So hat sich der Preisrückgang für Mineralölprodukte gegenüber dem Vorjahresmonat von März 2020 bis April 2020 in Berlin um 12,2 Prozentpunkte und in Brandenburg um 9,3 Prozentpunkte gesteigert. In beiden Ländern war dies der stärkste Rückgang seit September 2015. Der Preisrückgang für Heizöl hat sich binnen Jahresfrist in Berlin um 5,3 Prozentpunkte und in Brandenburg um 4,4 Prozentpunkte verstärkt, bei Kraftstoffen im gleichen Zeitraum sogar um 13,8 Prozentpunkte in Berlin und um 10,2 Prozentpunkte in Brandenburg. Ohne Berücksichtigung der Mineralölprodukte hätte die Gesamtteuerung in Berlin bei 1,8 Prozent und in Brandenburg bei 2,0 Prozent gelegen.

Nahrungsmittel verteuerten sich gegenüber April 2019 in Berlin um 4,3 Prozent und in Brandenburg um 6,1 Prozent. Im März 2020 hatte die Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Berlin bei 3,4 Prozent und in Brandenburg bei 4,5 Prozent gelegen. Preistreiber in beiden Ländern waren erneut vor allem Fleisch- und Fleischwaren, insbesondere Schweinefleisch, sowie Obst, darunter vor allem Frischobst wie Äpfel, Birnen, Weintrauben und Südfrüchte. Dabei musste in Brandenburg noch etwas tiefer in die Tasche gegriffen werden als in Berlin. Fleisch und Fleischwaren in Berlin kosteten 8,7 Prozent und Obst 7,0 Prozent mehr als vor einem Jahr. In Brandenburg verteuerten sich Fleisch und Fleischwaren um 12,4 Prozent und Obst um 13,7 Prozent. Während in Brandenburg auch die Preise für Fisch und Fischwaren mit 8,2 Prozent sowie für Gemüse mit 7,5 Prozent deutlich anzogen, fielen auch hierfür die Preiserhöhungen in Berlin etwas geringer aus. Fisch und Fischwaren wurden hier um 4,7 Prozent und Gemüse um 5,8 Prozent teurer. In Berlin kamen jedoch noch deutliche Preiserhöhungen von 4,0 Prozent für Brot und Getreideerzeugnisse hinzu, die in Brandenburg bei 2,1 Prozent lagen. Auch bei Gemüse war insbesondere Frischware von starken Preiserhöhungen betroffen. Rückläufige Preise wurden in beiden Ländern nur bei Speisefetten und -ölen ermittelt, wobei in Berlin die Preise hierfür um 7,4 Prozent und in Brandenburg um 1,8 Prozent sanken.

Binnen Monatsfrist stiegen in beiden Ländern die Preise nur moderat. Preiserhöhungen wie zum Beispiel für Tabakwaren, Nahrungsmittel und Körperpflege sowie in Brandenburg auch für Dienstleistungen sozialer Einrichtungen standen deutliche Preisrückgänge vor allem für Heizöl und Kraftstoffe gegenüber.

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg

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