Neuenhauser-Gruppe plant Zusammenführung der Glüpker-Standorte – Stadt Rathenow bedauert Entwicklung
Die Neuenhauser-Gruppe plant, die beiden Standorte der Glüpker Blechtechnologie GmbH in Neuenhaus-Veldhausen und Rathenow perspektivisch an einem gemeinsamen Standort zusammenzuführen. Das bestätigte das Unternehmen auf Anfrage von Rathenow24. Die Mitarbeitenden seien Ende vergangener Woche über die Pläne informiert worden.
Nach Angaben der Unternehmensgruppe ist die Maßnahme Teil eines laufenden Transformationsprozesses. Vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Herausforderungen wolle man Strukturen bündeln und effizienter ausrichten. Der parallele Betrieb zweier Standorte sei unter den aktuellen Rahmenbedingungen nicht mehr nachhaltig.
Bevor eine endgültige Entscheidung getroffen und der operative Prozess gestartet werden kann, stehen nach Unternehmensangaben nun Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern über die konkrete Ausgestaltung an. Ziel sei es, möglichst viele Arbeitsplätze innerhalb der Unternehmensgruppe zu erhalten.
Allen Beschäftigten am Standort Rathenow soll ein Angebot unterbreitet werden, ihre Tätigkeit am Standort Neuenhaus-Veldhausen fortzuführen. Um den Wechsel zu erleichtern, stellt das Unternehmen nach eigenen Angaben Umzugsprämien sowie finanzielle und organisatorische Unterstützung bereit. Als Zeitrahmen nennt die Neuenhauser-Gruppe das Ziel, den Prozess bis Ende des Jahres abzuschließen. Zu konkreten Mitarbeiterzahlen machte das Unternehmen keine öffentlichen Angaben.
Auch die Stadt Rathenow hat sich inzwischen zu den Plänen geäußert. Bürgermeister Jörg Zietemann erklärte gegenüber Rathenow24, die Stadt sei bereits Ende des vergangenen Jahres über wirtschaftliche Schwierigkeiten informiert worden. Man bedaure die Entwicklung sehr, da mit der möglichen Standortaufgabe ein wirtschaftlich verlässlicher Partner verloren gehe, der über viele Jahre ein wichtiger Arbeitgeber gewesen sei. Gleichzeitig betonte der Bürgermeister, dass weitere Gespräche über die zukünftigen Chancen für den Standort Rathenow geführt werden sollen.
Rathenow24 berichtet weiter über die Entwicklung.
Update (26.02.2026, 16:45): Artikel nach Eingang weiterer Stellungnahmen ergänzt.
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Kommentar von Stephan |
Also ganz ehrlich!
Es ist einfach nur traurig zu sehen, was aus dem Industrie-Standort Rathenow am Grünauer Weg geworden ist, der eine Vergangenheit hat, an dem viele Genarationen ihrer Arbeit nachkamen.
Die Stadt meiner Meinung nach, hat nichts getan aber auch wirklich garnichts, außer fleißig die Hand aufzuhalten.
Was will Sie denn jetzt noch besprechen?
Also ich hätte mir, von seitens der Stadt eine qualifiziertere Stellungnahme erhofft, schon nach der 1.Schließung der MAP und dann nach der NMB aber naja.., sie war ehrlich gesagt ja so auch nicht anders zu erwarten.
Ich wünsche den Mitarbeitern und Ihren Angehörigen in dieser schwierigen Zeit, viel Kraft, Durchhaltevermögen und alles Gute!
Kommentar von Tom1 |
Unsere phantasten bei der Stadt Rathenow machen das schon! Haben sich doch immer beschwert das zu wenig Industrieflächen zur Verfügung stehen. Da werden bestimmt die Investoren Schlange stehen