Stadt der Optik – und die Sonnenfinsternis zieht vorbei
Manchmal kommen die besten Ideen nicht aus Konzeptpapieren, Arbeitsgruppen oder Werbeagenturen, sondern aus den Kommentaren der Leserinnen und Leser.
Unter dem heutigen >>„Guten Morgen, Rathenow!“ stellte eine Leserin eine eigentlich ziemlich naheliegende Frage: Warum nutzt die „Stadt der Optik“ eine Sonnenfinsternis nicht als besonderes Ereignis für die Stadt?
Ganz abwegig ist der Gedanke nicht. Schließlich feiern wir in diesem Jahr „225 Jahre optische Industrie“, gleichzeitig sind Sommerferien – und dann zieht auch noch eine Sonnenfinsternis über den Himmel. Viel passender hätte sich ein Anlass für Rathenow kaum ergeben können.
Man hätte Sonnenfinsternis-Brillen mit einem kleinen „Rathenow – Stadt der Optik“-Aufdruck ausgeben oder für einen symbolischen Betrag verkaufen können. Dazu ein paar Teleskope, fachkundige Erklärungen, vielleicht Liegestühle auf dem Weinberg oder eine kleine Beobachtungsfläche im Optikpark. Kein großes Volksfest, kein riesiger Aufwand – einfach eine schöne Aktion, die perfekt zu Rathenow gepasst hätte.
Dass so etwas funktioniert, zeigt ausgerechnet das deutlich kleinere Milow: Dort ist am 12. August eine gemeinsame Himmelsbeobachtung mit Teleskopen und fachkundiger Begleitung geplant. >> Sternennacht in Milow
Natürlich muss nicht jedes Ereignis sofort zum Stadtmarketing-Projekt werden. Aber wenn Sommerferien, Sonnenfinsternis, Stadt der Optik und 225 Jahre optische Industrie einmal gleichzeitig zusammenkommen, darf man zumindest kurz darüber nachdenken, ob der Himmel da nicht selbst eine ziemlich gute Vorlage geliefert hat.
Die Idee dazu kam übrigens nicht von uns, sondern aus einem Leserkommentar unter „Guten Morgen, Rathenow!“. Dafür vielen Dank.
Und falls jemand meint, man könne es beim nächsten Mal besser machen: Kein Problem. 2081 gibt es wieder Gelegenheit. Bis dahin bleibt der Stadt also noch etwas Zeit für die Vorbereitung.
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Kommentar von Karl Koch |
Na ja, braucht schon freie Sicht Richtung Westen, da das Maximum hier etwa 2° über dem Horizont erreicht wird...
Kommentar von Herr Gernot Kowarzik |
Dem ist nichts hinzuzufügen!
Außer typisch Rathenow und traurig für eine "Stadt der Optik"