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Verbraucherpreise im April: Inflation steigt in Berlin und Brandenburg auf 2,9 Prozent

29.04.2026 10:13
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Die Verbraucherpreise lagen im April 2026 in Berlin und Brandenburg jeweils 2,9 Prozent über dem Vorjahresmonat. Damit zog die Teuerung in beiden Ländern deutlich an, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt.

Besonders stark wirkten sich erneut die Energiepreise aus. Sie stiegen im Vergleich zum April 2025 in Berlin um 11,2 Prozent, in Brandenburg sogar um 12,1 Prozent. Vor allem Heizöl und Kraftstoffe waren deutlich teurer. Als Ursache nennt das Amt die Preisentwicklung auf dem Rohölmarkt infolge des Krieges im Nahen Osten.

Ohne Heizöl und Kraftstoffe wäre die Inflation deutlich niedriger ausgefallen.

Bereich Berlin Brandenburg
Verbraucherpreise insgesamt gegenüber April 2025 +2,9 % +2,9 %
Energiepreise gegenüber April 2025 +11,2 % +12,1 %
Teuerung ohne Heizöl und Kraftstoffe +1,8 % +1,9 %
Verbraucherpreise gegenüber März 2026 +0,7 % +0,6 %

Strom und Gas waren dagegen in beiden Ländern günstiger als vor einem Jahr. Überdurchschnittlich stiegen außerdem die Preise für alkoholische Getränke und Tabakwaren sowie für andere Waren und Dienstleistungen. In Berlin verteuerte sich zudem das Bildungswesen, in Brandenburg die Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen.

Lebensmittel: Nur leichter Anstieg, aber große Unterschiede

Bei Nahrungsmitteln fiel der Preisanstieg insgesamt moderat aus. In Berlin lagen die Lebensmittelpreise 0,5 Prozent über dem Vorjahresmonat, in Brandenburg 0,7 Prozent.

Einzelne Produkte verteuerten sich jedoch deutlich:

Produkt Berlin Brandenburg
Obstkonserven +24,6 % +26,3 %
Eier +20,0 % +12,1 %
Lamm-, Schaf- und Ziegenfleisch +13,6 % +26,0 %
Geflügelfleisch +8,6 % +9,6 %
Schokolade +9,0 % +7,9 %

Günstiger als vor einem Jahr waren dagegen mehrere Grundprodukte:

Produkt Berlin Brandenburg
Butter -20,6 % -23,8 %
Kartoffeln, frisch, gekühlt und verarbeitet -13,2 % -15,0 %
Speisefette und Speiseöle -12,5 % -11,9 %

Gegenüber März 2026 stiegen die Verbraucherpreise ebenfalls. Auch hier trieben vor allem Heizöl und Kraftstoffe die Entwicklung. Günstiger als im Vormonat waren dagegen Pauschalreisen.

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg.

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