Wer schaut hin, wenn wir nicht da sind?
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Der Welt-Alzheimertag am 21. September erinnert uns auch an eine persönliche Frage: Bekommt ein hilfebedürftiger Angehöriger wirklich die Aufmerksamkeit, die er im Alltag benötigt?
Ein Telefonat am Abend, der Einkauf am Wochenende, ein gemeinsamer Arztbesuch – viele Familien tun, was sie können. Doch niemand kann immer vor Ort sein. Und manche Veränderungen zeigen sich nicht während eines kurzen Besuchs.
Bleibt das Essen häufiger unberührt? Wirkt die Wohnung ungewohnt unordentlich? Fällt die Orientierung schwerer? Verändert sich die Stimmung oder werden alltägliche Dinge plötzlich vergessen?
Das muss nicht automatisch auf eine Demenzerkrankung hinweisen. Wiederkehrende oder deutliche Veränderungen sollten jedoch ernst genommen und gegebenenfalls ärztlich abgeklärt werden.
Gerade deshalb ist eine vertraute Betreuungsperson so wertvoll. Wer regelmäßig kommt, kennt die Gewohnheiten eines Menschen und bemerkt eher, wenn etwas anders ist.
Damit Veränderungen überhaupt auffallen können, braucht Betreuung Verlässlichkeit: möglichst die gleiche Person, am gleichen Wochentag und zur gleichen Uhrzeit. So entsteht Vertrauen – und die Betreuungskraft lernt den Menschen und seinen Alltag wirklich kennen.
Betreuungskräfte stellen keine Diagnose. Sie können aber aufmerksam hinschauen, zuhören und Angehörige auf Veränderungen aufmerksam machen.
Unterstützung anzunehmen bedeutet nicht, sich weniger um seine Eltern oder Großeltern zu kümmern. Im Gegenteil: Es bedeutet, dafür zu sorgen, dass auch dann jemand da ist, wenn man selbst nicht da sein kann.
Vorsorge beginnt mit Aufmerksamkeit.
HOMECARE Westbrandenburg mit Sitz in Rathenow – wir sind für euch und mit euch.