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Landkreis Havelland, Nauen: Wachbereich der Polizeiinspektion Havelland in Nauen wegen verdächtigen Briefumschlages vorübergehend gesperrt

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Freitag, den 27.01.2017 gegen 13.06 Uhr
Am Freitagnachmittag, kurz nach 13.00 Uhr, erschien ein Bürger (59) aus Falkensee bei der Polizei in Nauen und gab beim diensthabenden Beamten einen normalen Briefumschlag ab, in dem sich eine pulvrige Substanz befand. Er hatte den Umschlag bereits in einen Gefrierbeutel verpackt. Der Mann gab dazu an, dass dieser Briefumschlag auf dem normalen Postweg bei seiner Firma eingegangen ist. Bei der Postdurchsicht in der Firma war dann festgestellt worden, dass sich in dem Brief ein unbekanntes Pulver befand. Daraufhin brachte ihn der besorgte 59-Jährige vorsichtshalber zur Polizei in Nauen und übergab ihn dort an die Beamten. Die Polizisten verständigten daraufhin sofort die Feuerwehr und sperrten den Wachbereich sowie den Eingangsbereich zur Polizeiinspektion ab.
Die Feuerwehr war mit mehreren Einsatzfahrzeugen vor Ort. Sie sperrten die Schützenstraße im Bereich um die Polizeiinspektion herum ab.
Feuerwehrleute mit Chemikalienschutzanzügen sicherten den Briefumschlag und untersuchten ihn bereits vor Ort. Die ersten Tests ließen noch keine genaue Klassifizierung des Stoffes zu. Jedoch konnte dadurch der Gefahrenbereich nur auf die unmittelbar betretenen zwei Räume der Polizeiinspektion eingegrenzt werden. Ein ABC-Erkundungsfahrzeug der Feuerwehr Dallgow-Döberitz brachte den Briefumschlag, samt Inhalt, zur weiteren Untersuchung noch am Freitagnachmittag ins Landeslabor nach Frankfurt / Oder.

Zur vorsorglichen Untersuchung wurden die vier Personen, die mit dem Brief in unmittelbaren Kontakt gekommen waren (der 59-Jährige, seine Ehefrau und die Sekretärin der Firma sowie der entgegennehmende Polizeibeamte), zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Bis zum Vorliegen des Untersuchungsergebnisses bleiben die unmittelbar betroffenen zwei Räume der Polizeiinspektion in Nauen gesperrt.
Die Polizei prüft in einem Ermittlungsverfahren einen möglichen strafbaren Hintergrund durch das Versenden des Briefes. Die genaue Einordnung lässt sich jedoch erst nach Vorliegen des Untersuchungsergebnisses vornehmen.
Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit neun Feuerwehrfahrzeugen und zwei Rettungswagen vor Ort. Insgesamt waren 32 Kameraden der Feuerwehr und der diensthabende Kreisbrandmeister im Einsatz.
Zum jetzigen Zeitpunkt traten bei keinem der betroffenen Personen gesundheitliche Beeinträchtigungen auf. Die untersuchten Personen wurden bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen.

Die Polizei und die Feuerwehr weisen nochmals eindringlich darauf hin, dass bei Auftreten des Verdachts einer gefährlichen Substanz diese nicht angefasst und schon gar nicht transportiert werden sollte. Die Räumlichkeiten sollten sofort verschlossen werden und die Feuerwehr informiert werden. Bis zur Klärung sollten Kontakte mit anderen Personen strikt vermieden werden.

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